Ein neuer Blog – oder?

Als ich mir vor einiger Zeit die Möglichkeit geben wollte, zu bloggen, habe ich Wordpress installiert. Ich wollte eine Software, die ich kenne und mit der ich umgehen kann. Der Gedanke war, ein möglichst minimalistisches Theme zu nehmen und mich mehr darauf zu konzentrieren, zu schreiben. Bis auf den letzten Punkt hat das auch gut funktioniert. Nur geschrieben habe ich eher wenig.

Die Gründe dafür sind wohl vielfältig. Wordpress hat zwar eine App, aber ich finde es immer umständlich, längere Texte am Handy zu schreiben. Vor allem in einem Blog. Denn für mich fühlen sich Blogs etwas, nun, offizeller an, sozusagen. Meine Ansprüche an meine Blogposts sind höher als die an Posts auf Social Media. Die Hürde, einen Blogeintrag zu verfassen, ist für mich also ziemlich hoch. Dementsprechend selten habe ich es gemacht.

Dann bin ich vor einigen Tagen auf writefreely gestoßen. Minimalistisches Design, einfach schreiben, hieß es. Und von Natur aus föderiert. Aber das ändert nichts daran, dass es ein Blog ist, oder? Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Technisch gesehen bleibt es wohl ein Blog. Gefühlt hoffe ich, dass ich das hier stattdessen mehr als Social Media Posts sehe als als Blogbeiträge und es nutze, wenn Beiträge zu lang oder komplex für Mastodon werden. Ob diese Selbstüberlistung funktioniert? Wir werden es sehen.